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dans12 HOW TO CREATE HAPPY PLACES

HOW TO CREATE HAPPY PLACES

12 PRINZIPIEN FÜR EINE ERFOLGREICHE DESTINATIONSENTWICKLUNG

 

 

#1 VISION

FINDE HERAUS, WIE DU HEUTE VON DEN MENSCHEN WAHRGENOMMEN WIRST UND ERSCHAFFE EINE STARKE ZUKUNFTSVISION! DIESE BILDET DIE BASIS FÜR ALLE KOMMENDEN ENTSCHEIDUNGEN.

Die Definition der gewünschten Orts-Identität ist unverzichtbar. Der laufende Abgleich dieser Identität mit dem Ist-Zustand schafft Orientierung. Dies ermöglicht, alle zukünftigen Maßnahmen und Veränderungen auf ihre Zielgerichtetheit in Bezug auf die Vision zu überprüfen.

 

#2 NUTZER*INNEN ZUERST

LERNE DEINE NUTZER*INNEN KENNEN! MACH DIR EIN BILD VON DEN MENSCHEN, DIE DU ERREICHEN WILLST. WAS SIND IHRE SPEZIFISCHEN BEDÜRFNISSE? WELCHE WÜNSCHE HABEN SIE? WIE NUTZEN SIE DEN RAUM?

Die täglichen Nutzer*innen eines Ortes wissen am besten, was seine Stärken und Schwächen sind. Darauf kannst du aufbauen! Und bedenke: Manchmal bringen Locals deutlich weniger Umsatz als Touristen – aber oft sind sie der Grund dafür, dass überhaupt Touristen kommen.

 

#3 CO-KREATION

STÄDTE SIND NIE FERTIG. JEDE(R) NUTZER*IN HAT EINE ANDERE VORSTELLUNG DAVON, WIE WIR IN DER STADT ZUSAMMEN LEBEN WOLLEN. JE MEHR IDEEN DU HÖRST, DESTO MEHR VIELFALT IST MÖGLICH.

Verschiedene Akteurs- und Interessensgruppen wollen gesehen und gehört werden. Es gilt, auch denen eine Stimme zu geben, die leicht vergessen werden. Auch Expert*innen in Teilbereichen sollten früh an der Konzepterstellung für ein Stadtentwicklungsprojekt mitwirken. Das Ideal ist eine Stadt, in der die Infrastruktur die Kommunikation der Menschen untereinander laufend fördert.

 

#4 RESILIENZ

ZUKUNFT LÄSST SICH NICHT VORHERSAGEN, ABER DU KANNST DICH AUF VERÄNDERUNGEN VORBEREITEN – DURCH EINE VORAUSSCHAUENDE PLANUNG UND DIE GESTALTUNG VON RÄUMEN, DIE AUCH EXTREM-SITUATIONEN WIDERSTEHEN.

Je vielfältiger ein Raum genutzt werden kann, desto nachhaltiger besteht er bei Veränderungen. Konzepte müssen Wandel zulassen und adaptiv auf Veränderungen reagieren. Kreative Umnutzung sollte im Fokus stehen – anstelle von Abriss und Neubau. Für die Zukunft tragen vor allem auch klima-proaktive Maßnahmen wie Verschattungen, eine Entsiegelung von Flächen und Wasserreservoirs zur Resilienz bei.

 

#5 NUTZERMIX

DAS ZUSAMMENSPIEL DER NUTZUNGEN PRÄGT DIE IDENTITÄT UND VIELFALT DEINES ORTES. AUF DEN RICHTIGEN MIX KOMMT ES AN.

Ein Ort besteht aus heterogenen Zutaten, die erst in ihrem Zusammenspiel ein eigenständiges Profil ergeben. Freizeitwelten, edukative Einrichtungen, Kulturangebote, Arbeitswelten, Gesundheit, Gastronomie im Mix mit Retail-Angeboten müssen Synergien schaffen und sich gegenseitig ergänzen. Besonders interessant ist ein Nutzungsmix, bei dem Grenzen verschwimmen und sich Aggregatzustände ändern. Vor allem Erdgeschosszonen werden als Schaufenster hybrider Formate programmiert.

 

#6 ERREICHBARKEIT

MENSCHEN FÜHLEN SICH DORT WOHL, WO DIE UMWELT AUF AUGENHÖHE, SICHTWEITE UND FUSSLÄUFIGE ERREICHBARKEIT EINGESTELLT IST. PLANE MIT REICHWEITE!

Lebensqualität entsteht, wenn wir alles Notwendige zu Fuß erreichen können. In der „15-Minuten-Stadt“ rücken die Lebensbereiche Arbeit und Freizeit wieder nah aneinander. Das Auto wird auf Distanz gehalten, es entstehen lebendig gemischte Quartiere. Menschlicher Maßstab bedeutet darüber hinaus, dass wir sehen können, was vor uns liegt, und dass wir uns in Räumen begegnen, wo es möglich ist, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen.

 

#7 GUTE NACHBARN

ES LEBE DEINE NACHBARSCHAFT! DIE LOKALE VERNETZUNG SCHAFFT GEGENSEITIGES INTERESSE UND FÖRDERT MENSCHLICHE BEZIEHUNGEN UND NETZWERKE.

Ein Cluster verschiedener Anbieter schafft meistens eine noch attraktivere Destination. Alternative Angebote in enger Nachbarschaft sind keine Konkurrenz, sondern eine wertschöpfende Erweiterung. Im urbanen Raum sind gute Nachbarn unentbehrlich. Nur durch vernetzte Initiativen gelingt es, lebenswerte Orte zu schaffen, vor allem aber auch in ihrem Bestand zu pflegen und weiter wachsen zu lassen.

 

#8 SOZIALER RAUM

LEBENDIGE RÄUME SIND RÄUME, DIE ÖFFENTLICHKEIT ZU SICH EINLADEN. SORGE FÜR EINE OPTIMALE MISCHUNG AUS KOMMERZIELLEN UND NICHT-KOMMERZIELLEN ANGEBOTEN: HANDEL, DIENSTLEISTUNGEN, GASTRONOMIE, KULTUR, SPORT U.S.W.

Der Grund, warum Menschen heute noch den „echten Ort“ besuchen, anstelle online zu gehen, ist die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen – andere Menschen mit ähnlichen Interessen und Werten. Es ist unser innerstes Bedürfnis, andere Menschen zu beobachten und mit ihnen zu interagieren.

 

#9 GESCHICHTEN

JEDER ORT HAT SEINE EIGENE DNA. FINDE DIE DNA DEINES ORTES UND ERZÄHLE DIE PASSENDE GESCHICHTE. MENSCHEN WOLLEN GESCHICHTEN ENTDECKEN!

Erzähle deine Geschichte aus Ort plus Angebot und schaffe ein Erlebnis, das sie glaubhaft vermittelt. Das gute Narrativ macht sinnhaft deutlich, warum der Besuch sich lohnt, und was einen Ort auszeichnet. Aber: Authentizität bedeutet nicht automatisch „alte Ziegelsteine“.

 

#10 SPIELERISCHE STADT

JEDE*R WILL SPIELEN…UND EIN ORT, DER GUT IST FÜR KINDER, IST GUT FÜR ALLE. GESTALTE DEINEN ORT GENERATIONSÜBERGREIFEND AUF NEUEN EBENEN!

Gamification ist nicht nur ein digitaler Trend oder die Möglichkeit, Motivation zu erzeugen.

Das Spielen ist ein generationsübergreifender Megatrend. Spielen schafft Spontanität und stellt Miteinander her. Mit ungesehenen Designs entstehen so selbst an sekundären Orten große Entdeckungsreisen.

 

#11 SMART DIGITAL
DIE DIGITALISIERUNG MACHT VOR ÖFFENTLICHEN PLÄTZEN NICHT HALT. ÜBERPRÜFE, WELCHE DATEN DU SCHON BESITZT UND WO EINFACHE SERVICES GROSSES VERÄNDERN KÖNNEN.

Digital ist nicht schwer. Jeder Ort und jede Kommune können “smart“ sein – und müssen es sogar. Digitalisierung macht Vieles leichter, Abläufe werden unkompliziert. Wer seine Akteure dazu befähigt, Informationen selbständig miteinander auszutauschen, schafft wirklich intelligente Räume, die sich nach den Bedürfnissen der Nutzer*innen richten.

 

#12 WOW

SEI MUTIG UND „GRAMMABLE“! SCHAFFE RITUALE, AUF DIE DIE BESUCHER*INNEN SICH FREUEN.

Gib Nutzer*innen die Möglichkeit, deinen Ort zu zelebrieren. Schaffe Rituale und Events, um sie an den Ort zu binden. Destinationen leben von ihrer Ganzjahres-Programmierung und ihren „Grammable Moments.“ Und vergiss nicht, zu planen: Auch der Weihnachtsbaum kann zum Symbol für soziale Aktivierung werden.

 

Pictures courtesy of BIKINI BERLIN

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