Rwandan Daughters Fotoband

25 Jahre sind vergangen seitdem im Jahre 1994 Angehörige der Hutu-Mehrheit ca. 75% der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit töteten. In annähernd 100 Tagen verloren ca. 800.000-1.000.000 Menschen ihr Leben, Schätzungen gehen von 250.000-500.000 Vergewaltigungsopfern aus. 25 Jahre später stellen Frauen 64% der Delegierten im Unterhaus, besetzten 40% der Ministerposten, stellen die Hälfte der Richter am Obersten Gerichtshof. Doch während die Chefsessel des der Fluglinie Air Ruanda, der größten Bank, der Bank of Kigali oder auch des Außenamts von Frauen besetzt sind, leben die Opfer der Vergewaltigungen und ihre in einem traumatisierten Land auf, in einer Gesellschaft, die sie als “Kinder von Mördern” sieht – statt als Opfer. Heute sind es gerade die Töchter der Vergewaltigungsopfer, die ihre traumatisierten Mütter auffangen und mit beispiellosem Mut und grenzenloser Zuversicht das Stigma ankämpfen. Neben Bildern enthält der Fotoband, der in Zusammenarbeit mit dem renommierten Kunstbuchverlag Hatje Cantz entstanden ist, verschiedene Essays und kurze Wortmeldungen der portraitierten Frauen, in denen sie ihren Umgang mit den eigenen Erlebnissen schildern. Rwandan Daughters ist der Zukunft der Kinder dieser Mütter gewidmet und wirbt für die Unterstützung dieser. Eine Ausstellung sowie weitere Maßnahmen sind in Planung.

FAKTEN AUF EINEN BLICK

Buch: Olaf Heine: Rwandan Daughters
Erschienen: März 2019 bei Hatje Cantz
Texte von: Matthias Harder, Olaf Heine und Antje Stahl
Sprache: Deutsch/Englisch
Format: 208 Seiten, 78 Abbildungen, gebunden, 24,80 x 33,50 cm,
Preis: 60,00 EUR, ISBN 978-3-7757-4547-5